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KI-Forschung kennt keine Grenzen.

Wirtschaftsinformatik und digitale Medien
Wirtschaftsinformatik

Studierende aus Stuttgart und Bangkok entwickeln gemeinsam die Zukunft mit Angewandter Künstlicher Intelligenz

Von Stuttgart nach Bangkok – und wieder zurück: Im internationalen Applied AI Research Project forschen Masterstudierende des Studiengangs Wirtschaftsinformatik der Hochschule der Medien (HdM) gemeinsam mit Master- und PHD-Studierenden des King Mongkut's Institute of Technology Ladkrabang (KMITL) an den KI-Technologien von morgen. Was sie verbindet, ist die Begeisterung für Artificial Intelligence und wissenschaftliches Arbeiten. Was sie dabei gewinnen, geht weit über einen internationalen Forschungsaustausch hinaus: internationale Projekterfahrung, interkulturelle Kompetenz und Freundschaften über Kontinente hinweg.

 

Gruppe von Internationals und HdM-Studierenden vor der Arena 2036 in Stuttgart Gruppe von Internationals und HdM-Studierenden vor der Arena 2036 in Stuttgart Gruppe von Internationals und HdM-Studierenden vor der Arena 2036 in Stuttgart
Beim Besuch der ARENA 2036 erhielten die Studierenden spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte. (Foto: C. Straus)

Forschung im internationalen Team

Wie entwickelt man innovative KI-Lösungen in internationalen Teams? Genau dieser Herausforderung stellen sich die Studierenden im Applied AI Research Project. Dafür wurden deutsch-thailändische Zweierteams gebildet, in denen jeweils eine Studentin oder ein Student der Hochschule der Medien (HdM) mit einem Kommilitonen der KMITL zusammenarbeitet.

Betreut werden die Teams von Professoren beider Hochschulen. Auf Seiten der HdM begleiten die Professoren Jan Kirenz, David Klotz, Hendrik Meth und Kay Rottmann die Forschungsarbeiten, Professoren der KMITL übernehmen die wissenschaftliche Betreuung während der Projektphase in Thailand.

Gemeinsam bearbeiten die Teams aktuelle Fragestellungen der Angewandten Künstlichen Intelligenz wie Agentic AI Evaluation, AI Business Assistants, AI Multi-Agents und AI im Bereich Sport Analytics. Ziel ist es, innovative Methoden zu entwickeln, funktionierende Prototypen umzusetzen und die Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Paper zu veröffentlichen.

„In Thailand sind viele Jobs mit KI-Bezug entstanden. Durch die Mitarbeit in diesem Forschungsprojekt kann ich meine Kompetenzen in diesem Bereich weiter voranbringen und mit wertvoller internationaler Erfahrung ergänzen. Dies wird meine Karrierechancen sehr verbessern.“

Tomorn S., PhD Student

Zwischenpräsentation an der HdM der Studierendenteams des AI Research Projekts Zwischenpräsentation an der HdM der Studierendenteams des AI Research Projekts Zwischenpräsentation an der HdM der Studierendenteams des AI Research Projekts
Nach der 1. Präsenzphase in Stuttgart stellten die Studierenden den aktuellen Stand ihrer Forschungsarbeiten vor. (Foto: C. Straus)

Projektverantwortlicher Prof. Dr. Meth zieht ein positives Zwischenfazit:

Das AI Research Project zusammen mit der KMITL war bisher ein voller Erfolg. Studierende und Professoren beider Länder bekommen nicht nur Gelegenheit, in einem anspruchsvollen internationalen Setting zu forschen, sondern auch persönliche interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Daher soll dieses Projekt 2027 in ähnlicher Form fortgeführt werden.

Gemeinsame Aktivitäten während des Aufenthalts des thailändischen Austauschstudierenden Gemeinsame Aktivitäten während des Aufenthalts des thailändischen Austauschstudierenden Gemeinsame Aktivitäten während des Aufenthalts des thailändischen Austauschstudierenden

Vier Monate, zwei Länder, ein gemeinsames Ziel

Das Projekt ist in mehrere aufeinander aufbauende Phasen gegliedert. Den Auftakt bildete im April eine gemeinsame Online-Phase, in der sich die internationalen Teams kennenlernten und fachlich in ihre Forschungsthemen einstiegen.

Im Mai reisten die Studierenden der KMITL nach Stuttgart. Während intensiver Workshops entwickelten die Teams ihre Forschungsansätze weiter, erarbeiteten erste Prototypen und präsentierten ihre Zwischenergebnisse. Anschließend arbeiteten die Teams im Juni in einer weiteren Online-Phase gemeinsam an ihren Projekten weiter. Begleitet wurden sie dabei durch individuelles Coaching der betreuenden Professoren.

Der Abschluss folgt im Juli in Bangkok. Dort treffen sich alle Teilnehmenden erneut, finalisieren ihre Prototypen und wissenschaftlichen Artikel und präsentieren ihre Forschungsergebnisse gemeinsam.

Mehr als Forschung

Neben der wissenschaftlichen Zusammenarbeit spielte auch der persönliche Austausch eine zentrale Rolle.
Während des Aufenthalts in Stuttgart lernten die Gäste aus Thailand nicht nur die HdM kennen, sondern auch die Region Stuttgart. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche der Arena2036, des Mercedes-Benz Museums und des Fernsehturms in Stuttgart. Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Besuch des Stuttgarter Frühlingsfests, bei dem die Studierenden die regionale Kultur aus erster Hand erleben konnten.

Für die HdM-Studierenden steht nun der Gegenbesuch in Bangkok bevor. Dort freuen sie sich darauf, ihre Projektpartner wiederzutreffen, ihre Forschung abzuschließen und gleichzeitig Thailand und seine Kultur kennenzulernen.

„Besonders gefallen hat mir in Stuttgart, dass sich die Menschen so viel im Freien aufhalten und dass es so viele Möglichkeiten gibt, sich draußen zu treffen und gemeinsam Zeit zu verbringen. In Thailand ist es oft so heiß, da wollen die Menschen schnell zurück in ihre Häuser mit den Klimaanlagen.“

Thanathip P., M.Sc. Student

Studierende sitzen in der Küche und essen gemeinsam Pizza Studierende sitzen in der Küche und essen gemeinsam Pizza Studierende sitzen in der Küche und essen gemeinsam Pizza
Die Zwischenpräsentationen wurden mit einer gemeinsamen Pizza gefeiert. (Foto: C. Straus)

Forschung gestalten – Zukunft mitentwickeln

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie moderne Hochschullehre aussehen kann: international, praxisnah und forschungsorientiert. Die Studierenden erleben die dynamische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz nicht nur aus der Distanz, sondern gestalten sie aktiv mit und befinden sich mittendrin.

„Wir erleben im Projekt die rasante Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz hautnah und gestalten diese aktiv mit. Gleichzeitig gewinnen wir durch die Zusammenarbeit mit unseren thailändischen Kommilitoninnen und Kommilitonen neue Freundschaften, wertvolle Kontakte und spannende Perspektiven, die weit über das Fachliche hinausgehen.“

Benjamin S., Masterstudent Wirtschaftsinformatik, 2. Semester